
Bericht des
Südkuriers vom 12.05.2009
-
Baden-Württemberg macht Spaß -
Bildergalerien

Bronnweiler
Weiber vor dem Narrengericht
Nachfolgerinnen von
Gotthilf Fischer und Erwin Teufel
Eine
große Ehre wird den Bronnweiler Weibern am 11.Februar 2007 in
Dornstetten zu teil. Der Zunftmeister der dortigen Drillerhansele,
Wolfgang Reinartz, zerrt Friedel Kehrer und Märy Lutz als
Delinquentinnen vor das Dornstetter Narrengericht. Zur Fasnetzeit
lockt diese Tradition mit alten Wurzeln Tausende von Schaulustigen
an. Vor historischer Kulisse werden prominente Zeitgenossen zu
Delinquenten und müssen vor den versammelten Narren für ihr
schandhaftes Treiben Rechenschaft ablegen. Die Bronnweiler Weiber
werden dieses Jahr Nachfolger so bekannter Persönlichkeiten wie
Prof.Dr. Artur Fischer, Ute Vogt, Hermann Bareiss, Gotthilf Fischer
und dem ehemaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel.
Pünktlich
um 13 Uhr beginnt der Umzug. Gegen 15 Uhr tagt auf der großen
Marktplatzbühne das historisch belegte Dornstetter Narrengericht.
Anschließend werden die Bronnweiler Weiber in der Stadthalle zu
Ritterinnen geschlagen.

Am
20.Januar 2007 fand im Kinzighaus in Loßburg eine Pressekonferenz
statt. Hierbei wurden die Delinquentinnen des närrischen
11. Jubiläums vorgestellt.
Wir werden an dieser
Stelle zeitnah über die Ereignisse in Dornstetten berichten.
- siehe
Pressestimmen-
RoSe

Live-Fernseh-Prunksitzung in Gundelsheim
Vier Stunden „Närrisches aus Schwaben“ mit Ministerpräsident Günther
Oettinger

Wie
bei den vorhergehenden Fernsehsitzungen haben die Bronnweiler Weiber
wieder großes Lob erfahren.
Nach
dem Marschtanz der Garde des Narrenbund Neuhausen, waren es die
„Bronnweiler Weiber“ aus Reutlingen, die zwischenzeitlich schon zwei
Kurzauftritte hatten, die die Lachmuskeln der Narrenschar
strapazierten. Friedel Kehrer und Märy Lutz, die Reden wie ihnen das
Maul gewachsen ist. Kabarett vom Feinsten im schönsten
Älbler-Dialekt, sind sie mitunter sehr schwer zu verstehen.
Sarkastisch teilen die beiden Weiber ordentlich viel Fett aus, das
bekam auch Ministerpräsident Oettinger in hohem Maße ab, aber er
erhielt auch Geschenke. Das Fazit der „Bronnweiler Weiber“: “Lieber
eine Schnecke im Salat – als ein Stuttgarter im Hof.“

Ministerpräsident Günther Oettinger bekam von den
Bronnweiler Weibern sein Fett ab

Schwäbische Mundart im
Zirkuszelt
- Humor im Doppelpack
-
Ganz im Zeichen des schwäbischen
Zungenschlags standen 2 Veranstaltungen im Zirkuszelt bei Möbel
Rieger in Göppingen und Reutlingen. Mit dem Kaos-Duo und den
Bronnweiler Weibern erlebten rund 350 Besucher gepfefferten
schwäbischen Humor im Doppelpack.
Geschichten aus dem Leben
gegriffen und in Musik verpackt präsentierten Uli Pohl und Marcel
Schindling als Kaos-Duo im Zirkuszelt. Die beiden für ihren Humor
bekannten Musiker verstanden es auf Anhieb Stimmung in der Manege zu
verbreiten. Ob bei den Ohrwürmern "Aerobic, des hält jong ond
fit" oder bei " Des gibt´s doch et" klatschte das
Publikum und sang begeistert den Refrain mit.
Das i-Tüpfelchen dazu folgte in
musikalischer Form sogleich mit der "Subber-Tupper-Party".
Freilich, wer das Kaos-Duo kennt, weiß auch wofür ihr Herz schlägt:
nämlich für "Leberkäs". Zur Gaudi des Publikums texteten die
Musikanten bekannte Hits einfach um und immer stand die schwäbische
Spezialität im Mittelpunkt. Als das Lied "D`r Sommer" erklang
herrschte absolute Stille im Publikum. Eine der schönsten
schwäbischen Balladen die je geschrieben wurden. Hier der Refrain
der Hommage an das schwäbische Heimatland:
Sonntagsmorgens auf meim Bänkle -
en
meim Gärtle ond dahoim
wia
bischt du doch schee mei Ländle
-
tauscha möcht i jetzt mit koim.
Homepage:
www.kaos-duo.de

Die Bronnweiler Weiber begeisterten mit humorvollen Dialogen
Einen
geballten Angriff auf die Lachmuskeln starteten die Bronnweiler
Weiber mit ihren Zwiegesprächen. "Bisch au scho`mol emma Zirkus
domm rom`gschtanda ?" fragte die auch für deftige Trinksprüche
zuständige Märy ihre Sketchpartnerin Friedel die im realen Leben
inzwischen zur Bürgermeisterin von Bronnweiler gewählt wurde. "Hoffentlich
verstandet ons au älle, s´könnet ja au Besucher aus em
Norden da sei. Ma seiht übrigens nemme Fischköpf zo denne, sondern
Muschelschubser. Zu älteren Leuten sagt man laut Märy
seit neuestem jetzt: "Teenager-Spätlese."
Es wurde
gelästert auf Teufel komm raus, über das Finanzamt, das Fernsehen,
den Storch der die Kinder bringt, und letztendlich frotzelten die
Weiber scharfzüngig über die eigenen gegenseitigen Ehemänner. Auch
sich selbst nahmen sie nicht aus: "Wenn zwoi fortganget, isch
emm`r a g`scheits ond a bleed`s beia`nander." Nach der kräftigen
Zwerchfellmassage endete der Auftritt der wortgewandten schwäbischen
Künstlerinnen eher nachdenklich. Friedel griff zur Gitarre und es
wurde mucksmäuschenstill unter der Zirkuskuppel als ihre
glockenhelle Stimme erklang:
"Ewel lauft mir
d`Zeit davo"
Ein gemeinsames Schlusslied mit dem
Kaos-Duo beendete den gelungenen schwäbischen Mundartabend.
Roland
Sedelmaier
